HERZSIEGERIN-Thema: Ist die gefährlich?

Ist die gefährlich?

Unfaire Konkurrenz unter Frauen, Zickenkrieg, nach vorne freundlich und hintenherum lästern, Gift im Prosecco…. Alles Klischee, oder steckt vielleicht doch ein Funken Wahrheit dahinter?
Vergiften ist hoffentlich ein Gerücht, fest steht jedoch, dass das Verhältnis von Frauen unter- und zueinander häufig geprägt ist von Konkurrenz, Bedrohung, destruktiven Vergleichen und jeder Menge Performance-Druck – verbunden mit der Angst, vor anderen nicht bestehen zu können, ja zu versagen. Andere Frauen werden leider häufig mehr als Gefahr empfunden und weniger als Möglichkeit zu Inspiration, Austausch und gemeinsamem Wachstum. Warum ist das so?

Liegt es wirklich in unseren Genen, dass wir andere Frauen ausstechen und unschädlich machen wollen, um uns einen potenten männlichen Versorger zu sichern? Darüber sollten wir in Zeiten von Emanzipation und finanzieller Unabhängigkeit eigentlich hinweg sein, oder?
Sind wir derart geprägt von den fotogeshoppten perfekten Frauen-Avataren, mit denen uns die Medien ständig versorgen, dass wir diese wirklich als Maßstab ernstnehmen und uns an dieser Scheinwelt messen – mit der Konsequenz, uns minderwertig zu fühlen, die Perfektion aber glauben, in anderen Frauen wahrzunehmen?
Die Angst, vor anderen Frauen nicht zu bestehen, nicht gut genug zu sein und deshalb zu kurz zu kommen, begegnet uns in allen möglichen Facetten. Sei es die Bildung von Zweck-Allianzen, um sich gegen „gefährliche“ Gegnerinnen zu verbünden, das Bilden von Rudeln, wo die Anführerin klar erkennbar ist und sich, um die eigene gefühlte Überlegenheit zu betonen, bevorzugt mit Frauen umgibt, die ihr scheinbar nicht das Wasser reichen können. Andererseits auch das Stigmatisieren von und Lästern über Frauen, die sich aus diesem Korsett befreien, frei von Influencerinnen über Ihr Erscheinungsbild bestimmen, einfach ihr Ding machen und (um Gottes willen) selbstbewusst über sich und Ihre Erfolge sprechen. Hier sehen wir leider häufig die Demontage aus den eigenen Reihen statt Unterstützung und Beifall.

Ganz ehrlich: Es schmerzt mich, diese Zeilen zu schreiben. Nicht nur, weil ich selbst eine Frau bin, sondern weil so viele Ängste, negative Bewertungen und Minderwertigkeitsgefühle dahinterstehen. Und so viel unterdrücktes, in negative Energie gebundenes Potenzial, das der Welt durch diese Hemmungen und Kämpfe verloren geht.
Letztlich spielen alle Themen unseres HERSIEGERIN-Programms hier mit rein:
Der Zweifel, gut genug zu sein, den eigenen Weg gehen zu dürfen, man selbst sein zu dürfen in der Überzeugung, dass das völlig in Ordnung ist und man sich nicht vergleichen muss, den quälenden Anspruch an Perfektion zu revidieren und sich Veränderung zu erlauben, wenn es sich für einen selbst richtig anfühlt. Egal, was Andere dazu für eine Meinung haben.

Emanzipation findet nicht nur gegenüber Männern statt, sie sollte vor allem bei jeder einzelnen Frau und in den eigenen Reihen beginnen, um aus dem schwächenden Gegeneinander ein starkes Miteinander zu erschaffen. Dies kann nur gelingen, wenn wir mit uns selbst im Reinen sind und uns sowie andere Frauen in unserer Einzigartigkeit respektieren und schätzen lernen.
Auch mir ist es schon einige Male passiert, dass ich von anderen Damen „ausgecheckt“ wurde. Ich wurde gefragt nach meinem Alter, meinem Gewicht, meiner Kleidergröße, dem Alter meines Mannes, meinen bisherigen Erfolgen etc. Ich sollte greifbar, einschätzbar werden. Und wenn ich mein Licht nicht unter den Scheffel stellte, wurde es oft mit Befremden aufgenommen. Einige Einladungen in „Mädels-Cliquen“ habe ich abgelehnt, da sie mir nicht ehrlich erschienen, was sich am Ende auch bewahrheitet hat. Stets war der Konkurrenzgedanke seitens der Anderen spürbar, die Angst, ja die Überzeugung schlechter zu sein und deshalb entweder in den Flucht- oder den Angriffsmodus zu wechseln. Das will und kann ich nicht mittragen. Ist ehrlich gesagt auch ziemlich anstrengend.

Dies mag hier etwas plakativ wirken – natürlich gibt es auch jede Menge positive Beispiele!
Ich bin unendlich dankbar für die tollen Frauen, die ich meine Freundinnen, Kolleginnen, Peers nennen darf, für die starke, ehrliche Gemeinschaft, die wir uns erschaffen haben, für die Wertschätzung, die Ergänzung unserer Stärken, die Unterstützung, das Vertrauen und die wunderbaren Momente, die wir miteinander verbringen dürfen. Selbstverständlich ist nicht jede Frau derart negativ geprägt, wie ich es oben dargestellt habe.
Dennoch ist der Konkurrenzgedanke, die wahrgenommene Bedrohung durch andere Frauen häufig deutlich zu spüren – und das soll sich ändern.
Diese Änderung kann nur geschehen, wenn wir uns alle von innen stärken, uns frei machen von der Selbstdemontage, dem Gefühl des Mangels. Und uns stattdessen öffnen für die Fülle, die in jeder von uns liegt und diese nutzen und feiern!
Zu dieser Öffnung sollen unser Impulsgespräch und unsere Livesession einen Beitrag leisten.

Sei dabei, bring Dich ein, werde Teil unserer Community – lass uns sinnvolle Impulse für ein starkes Netzwerk und eine kreative Zukunft schaffen!

Wir freuen uns auf alle Herzsiegerinnen!

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HERZSIEGERIN-Thema: Darf ich das?

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DARF ICH DAS?
Auch diese Frage, dieser Zweifel, diese Bremse, die große Pläne ganz schnell ganz klein werden lässt, begegnet Peggy und mir immer wieder in unseren Coachings mit Klientinnen, die so unglaublich viel können und sich häufig so wenig erlauben. Deshalb wollten wir dieses Thema unbedingt in HERZSIEGERIN, unser Empowerment Programm für Frauen integrieren. Warum glauben gerade wir Frauen häufig, dass wir die Erfüllung unserer Pläne und Wünsche abhängig machen müssen von der Erlaubnis Anderer? Dass die Bedürfnisse anderer Menschen ganz selbstverständlich wichtiger sind als unsere eigenen und wir uns unterzuordnen haben? Dass wir aus irgendwelchen Gründen glauben, keinen Erfolg, keine Veränderung, keinen Beifall zu verdienen, weil es irgendjemandem nicht passen könnte? Warum nehmen wir uns selbst oft so wenig wichtig und erhöhen die Bedeutung anderer Meinungen und Interessen im Gegenzug umso mehr? Und wieso assoziieren wir häufig, dass es egoistisch, arrogant ja vielleicht sogar assozial ist, wenn wir einfach mal tun, was WIR wollen und worauf WIR Lust haben, ohne uns davor x-mal zu versichern, dass wir auch bloß niemandem damit auf den Schlips treten?
Die eigenen Interessen und Wünsche zu vertreten und praktisch umzusetzen, wird bei und von Frauen häufig automatisch gleichgesetzt mit krassem Eigennutz, mangelnder Empathie und fehlendem Verantwortungsgefühl. Die großen Stärken, die Frauen häufig besitzen, nämlich Einfühlungsvermögen und Fürsorge werden auf diese Weise kontraproduktiv instrumentalisiert. Entweder von Dritten, um uns zu manipulieren und zu verhindern, dass wir aus der für Andere bequemen Komfortzone auszubrechen. Oder mehr oder weniger bewusst von Frauen selbst, um die Angst vor der eigenen Courage zu vertuschen und letztlich alles so zu lassen, wie es ist, um Konflikte und Auseinandersetzungen zu vermeiden.
Es geht hier aber nicht darum zu lernen, rücksichtslos immer die eigenen Interessen durchzudrücken, es geht um eine gesunde Selbstfürsorge und die Erlaubnis, sich selbst weiterentwickeln, auszuprobieren, zu scheitern und in den Fokus rücken zu dürfen. Unsere eigenen Erfahrungen machen zu können und (Gott bewahre) einfach mal etwas nur für uns zu tun.
Und gerade hiervor haben so viele tolle Frauen Angst. Vielleicht Angst vor negativer Resonanz, Liebensentzug, davor, den eigenen Ansprüchen nicht zu genügen, etwas zu versprechen, dass sie glauben, nicht halten zu können und deshalb als Hochstaplerin entlarvt zu werden. Und bevor diese scheinbar realen schlimmen Szenarien eintreten, nehmen Sie lieber Abstand von ihren „verrückten“ Plänen, vor der Veränderung, die sie sich insgeheim wünschen, von dem Freiraum, den sie so sehr verdienen. Lieber alles beim Alten lassen, bevor jemand böse ist, oder das Horrorszenario des (scheinbaren) Versagens eintritt. Ging bis jetzt ja auch irgendwie, oder?
Wieviel Potenzial könnte sich entfalten, wie viel Neues probiert werden, wieviel positive Veränderung in Gang gesetzt werden, wenn wir uns häufiger erlauben würden, einfach zu machen, statt schüchtern zurückzutreten? Wenn wir unserem ewigen Perfektionismus, der Versagensangst und der Furcht vor Konfrontationen abschwören und vertrauen auf unsere Kraft, unsere Fähigkeiten und unsere Improvisationsgabe?
Genau hier setzen wir in unserer Livesession an und gehen mit Euch in die Tiefe.
Was hält uns ab, was möchten wir behalten, was abgeben, und wie schaffen wir den Spagat zwischen Fremd- und Eigenfürsorge. Und wie geben wir uns selbst die nötige Portion Selbstvertrauen, um aus vollem Herzen sagen zu können: ICH DARF!
Wir freuen uns sehr auf unsere Livesession mit Euch!
Den Link dazu findest Du hier!

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Video: Im Gespräch #18: Rauf auf die Bühne!

In diesem ermutigenden Gespräch nimmt uns Auftrittscoach Julia Heße mit auf die Bühne – egal, ob Deine Bühne die Oper, das Meeting oder die Hochzeit ist.
Mit Ihren Tipps und leicht selbstdurchzuführenden Techniken unterstützt sie Ihre Klienten schnell und wirkungsvoll, die Angst vor dem Auftritt zu verlieren und das innere Drama in positive Fokussierung umzuwandeln.

Hier geht es zu unserem Interview!
Mehr zu Julia findest Du hier.
Mehr zu mir findest Du auf meiner Homepage!

Und plötzlich ist der Mensch einfach weg

Warum Ghosting nicht nur feige sondern ein wahres Armutszeugnis ist

Mark lässt resigniert die Schultern hängen, seine Stimme ist tonlos. Eigentlich ist er mit seinen 1,90 eine imposante Erscheinung, im Moment wirkt er aber wie ein hilfloses Kind, klein, niedergeschlagen und ratlos.

Mark ist Opfer eines leider sehr aktuellen Trends geworden, wenn es um das bequeme Beenden einer Beziehung geht. Er wurde ohne ein Wort verlassen, auf neudeutsch: Er wurde „geghostet“.
Seine Freundin hat sich vom Acker gemacht, ohne die Trennung vorab im Entferntesten anzudeuten. Dies wurde ihr durch die Tatsache, dass Mark und sie eine Wochenendbeziehung führten, sicher zusätzlich erleichtert.
„Alles war gut, wir verstanden uns prächtig, haben Pläne gemacht, viel Zeit zusammen verbracht. Ich habe beim besten Willen keine Spannung oder Trennungsabsicht bemerken können. Das letzte Mal, als ich sie gesehen habe, sagte sie noch „bis Freitag“, gab mir einen Kuss und stieg in den Zug.“
Dies passierte vor 2 Monaten. Seitdem herrscht absolute Funkstille. Sie reagierte auf keinerlei Nachrichten oder Anrufe, und vor zwei Wochen sah Mark, dass sie ihn aus sämtlichen Kontakten und Netzwerken gelöscht und zusätzlich blockiert hat.

Allein mit dem Geist
Er ist allein mit seinen Zweifeln, seiner Trauer, seiner Hilflosigkeit, seiner Wut und seiner Orientierungslosigkeit. Seine Freundin ist weg und schwebt dennoch wie ein böser Geist über ihm und seinem Selbstbewusstsein.
„Wie kann man jemandem so etwas antun, wie kann man es mit sich selbst vereinbaren, sich so feige zu verpissen und den anderen komplett allein zu lassen ohne die geringste Erklärung? War ihr unsere gemeinsame Zeit denn nicht mal ein anständiges Schlussmachen wert? Wie konnte ich mich nur so täuschen? Und wie soll ich wieder in anderen Beziehungen Vertrauen finden?“
Mark ist wütend, fassungslos und vollkommen verunsichert – und das völlig zu Recht.
Wenn wir derart passiv-aggressiv verlassen werden, stellt das unsere Werte von respektvollem Miteinander und Ehrlichkeit genauso auf den Kopf wie unser Selbstbewusstsein. Wir hinterfragen vielleicht unsere eigene Liebenswürdigkeit, unseren Selbstwert, unser Urteilsvermögen. Wir hätten so viele Fragen, aber der Geist verwehrt uns die Antworten.
Ghosting ist unglaublich schmerzvoll für den Verlassenen und es kann sehr lange dauern, eine derart traumatische Erfahrung zu verkraften. Wir sind gefühlt ins offene Messer gelaufen, haben vertraut und wurden extrem enttäuscht und verletzt. Wir möchten verstehen, was die andere Person dazu getrieben hat und werden radikal aus dem Leben des anderen gestrichen. Antworten werden uns radikal verweigert. Empathie scheint für den Geist ein Fremdwort zu sein.
Mark hat Tränen in den Augen, während er über seine Erfahrung spricht, manchmal ballt er auch die Faust und seine Stimme wird wieder kräftiger. Es ist eine emotionale Achterbahn, und der frühere Partner ist ohne ein Wort ausgestiegen. Wir müssen die Loopings allein drehen.

Die richtige Entscheidung treffen
Es ist wichtig, dass wir uns die Zeit geben, diese Gefühle zuzulassen und auszuleben statt sie zu verdrängen. Mit Menschen, die uns guttun, darüber zu reden, um nach und nach andere Perspektiven zuzulassen und aus uns selbst heraus die Entscheidung zu treffen, dass wir Menschen, die sich derart grausam verhalten, keinen Platz in unserem Leben erlauben. Wieder lernen, uns zu öffnen und zu vertrauen. Denn die Wahrheit ist: Wer sich nicht anders zu helfen weiß, als Menschen auf derart radikale Weise vor den Kopf zu stoßen und keinerlei Kommunikation zuzulassen, hat große soziale Defizite. Offene Kommunikation und Konfrontation stellen für diese Menschen eine so große Überforderung dar, dass Sie flüchten ohne Rücksicht auf Verluste und den Schaden, den sie anrichten. Dieses große Maß an sozialer Inkompetenz und fehlender Empathie und vermutlich auch massiver Bindungsangst ist schmerzvoll für den Verlassenen, aber auf Dauer noch schmerzhafter für den Ghost. Vermutlich wird dieser „gute“ Entschuldigungen für sein armseliges Verhalten finden, vielleicht rechtfertigt der Geist sein Verschwinden mit seinem enormen Unabhängigkeitsdrang, dem Zeitgeist der multioptionalen Welt, der Erlaubnis, dass er es sich „auch mal einfach machen darf“.
Vielleicht hat der Geist selbst schlechte Erfahrungen erlebt und sich diese zu eigen gemacht. All dies können Erklärungen sein aber keine Entschuldigungen. Denn am Ende hat jeder die Wahl, wie er seine Mitmenschen behandelt – respektvoll und anständig oder feige und verletzend. Wer ghosted wird am Ende selbst allein bleiben.
Dank Friedmann Schulz von Thun und seinen 4 Kanälen der Kommunikation wissen wir, dass jede Äußerung den Aspekt der Selbstoffenbarung beinhaltet. Die bedauernswerte Aussage, die ghostende Menschen durch ihr Verhalten über sich selbst machen, spricht für sich.
Dies konnte auch Mark nach und nach für sich akzeptieren. „Auch wenn es immer noch weh tut, kann ich ehrlich sagen, dass ich sie auf keinen Fall wieder in meinem Leben haben möchte, und das fühlt sich verdammt befreiend an!“

Ein Geist kann uns lange verfolgen, aber er muss nicht gewinnen. Denn letztlich treffen wir selbst die Entscheidung, ihn aus unserem Leben zu verbannen und Platz für jemand Besseres zu schaffen.
Am Ende bleibt er nichts als ein Schatten, ohne Rückgrat, ohne Kontur und hohl.

Video: Im Gespräch #14: Endlich positive Beziehungen haben! Ein mutmachendes Gespräch mit Katia Giry

Endlich kein Drama mehr!
Wie das gelingen kann, warum eine schöne Beziehung im Außen immer mit einer positiven Beziehung zu uns selbst anfängt und weshalb wir vielleicht manchmal allein aber nie einsam sind, erfährst Du in diesem mutmachenden Gespräch von mir und meiner tollen Kollegin Katia Giry. Katia ist Beziehungscoach und hat sich vor allem auf Frauen spezialisiert.

Hier geht es zu unserem Gespräch!

Mehr zu Katia gibt es auf Instagram unter katia.giry.coaching
Mehr von mir bekommst Du hier.

Homöpathie, Kinesiologie und Coaching: Auf 3 Ebenen wirken und stärken

Carola Mertz ist Heilpraktikerin und Personal- und Businesscoach in Bielefeld. Sie bringt die Kräfte der Homöopathie und der Kinesiologie in einzigartiger Weise zusammen und unterstützt Ihre Klienten dadurch ganzheitlich, sanft und effektiv.
Wie genau Sie das macht, erzählt sie in diesem spannenden Interview.

Die Kombination von Kinesiologie und Klassischer Homöopathie findet man nicht sehr häufig, wenn es um Gesundheit und emotionale Ausgeglichenheit geht. Warum hast Du Dich in Deiner Arbeit dafür entschieden?
Rückblickend war es keine Entscheidung, im Laufe meiner Praxiszeit haben beide Therapieformen mich gefunden. Seit 30 Jahren praktiziere und doziere ich Klassische Homöopathie, doch die perfekte Ergänzung, um auch in der aktuellen Situation „am Menschen“ zu sein und ihn emotional zu begleiten und entstressen zu können, kam vor 23 Jahren in Form der Kinesiologie dazu. Diese Kombination ermöglicht eine höchst individuelle und authentische Therapieform für den Patienten/die Person – ganz egal wie drängend die Symptome oder Störungen sind. Es wirkt und bewirkt sehr viel und sehr effektiv, da war es keine Entscheidung mehr, es wurde einfach zur Berufung.

Zum besseren Verständnis: Was genau habe ich mir unter Homöopathie und Kinesiologie vorzustellen? Wie genau werden diese Verfahren angewandt?
Die Klassische Homöopathie ist eine ganzheitliches, in sich geschlossenes, allumfassendes Heilungsverfahren, dass auf einer hoch energetischen Schwingungsebene arbeitet. Dazu stehen Ihr über 7000 – das größte deckt 2000 Symptome ab – hochenergetische Arzneimittel zur Verfügung und es kommen immer mehr dazu, weil immer neue – auch aus modernsten Stoffen – Mittel getestet werden. Sie arbeitet da, wo Krankheit zuerst entsteht im Menschen, an der traumatisierten Lebenskraft und aktiviert energetisch die Selbstheilungskräfte. Sie ist 224 Jahre alt und wurde von dem deutschen Arzt, Rechtsmediziner, und Sprachenwunder Dr. Samuel Hahnemann begründet. Schnell trat sie im frühen 19. Jahrhundert einen Siegeszug über Frankreich, Nord- und Südamerika bis nach Indien an, wo sie heute noch stark verbreitet ist.
Die Kinesiologie wurde vor ca. 40 Jahren in den USA aus Osteopathie, der TCM – Traditionelle Chinesische Medizin ( Akupunktur etc.) – und Neurologie entwickelt, seit ca. 20 Jahren ist sie nach Europa herüber geschwappt. Mit ihr kann man emotionale und Gehirn-Blockaden energetisch lösen.
Zusammen eingesetzt, ergeben sie ein transferstarkes Instrument, das dann die Wege ebnet, wie bereits beschrieben.

Wie würdest Du die positive Wirkung der beiden Heilweisen – vor allem in Kombination beschreiben?
Nun, beides sind hoch energetische Heilweisen und arbeiten durch Information an die Körperzelle – auch an die im Gehirn – und über die Wesenhaftigkeit einer Person. Das Informieren soll bewirken, dass der Körper aufgefordert wird, seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Aber die Kombination von beidem erreicht etwas viel Genialeres.
Durch das Umgehen des kritischen Faktors/des menschlichen Verstandes, befragt man den Körper direkt, das Unterbewusstsein, die Seele, wenn Du so willst. Das Interessante dabei ist, dass auch der Verstand des Therapeuten nicht mehr ausschlaggebend für die letztendliche Mittelgabe ist. Bevor das homöopathische Mittel zum Einsatz kommt, klärt man dies ebenfalls mit dem Organismus des Patienten ab, das vermeidet Fehlverordnungen auf Seite des Therapeuten. Der Therapeut hat natürlich immer noch die Vorarbeit zu leisten, aber wenn der Körper nicht zustimmt, sollte man nicht verordnen. Der Körper ist dabei sozusagen das „Barometer“.  

Werden diese Verfahren von der gesetztlichen Krankenkasse unterstützt?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen leider nichts, aber die Privaten, die Beihilfen und teilweise Innungskrankenkassen, jedoch häufig zu sehr geringen Sätzen. Einigen begrenzen auf eine jährliche Pauschale.

Du hast einen Studiengang zum Personal und Business Coach gemacht, warum passt das gut zu Deiner Arbeit?
Zum einen passen die Fragetechniken des Coachings gut zum anamnestischen Bereich meiner Arbeit, so wird die Anamnese zur Challenge. Zum Teil ist es sich auch sehr ähnlich…W-Fragen, keine Suggestiv-Fragen etc. Zum anderen hilft es dem Patienten, aus Gedanken- und Leidschleifen auszusteigen, denn er kommt so selbst zu Lösungen z. B. in seinem Verhalten, Gewohnheiten etc. Wenn es jedoch zum eigentlichen Einsetzen von Coaching-Tools kommt, trenne ich die Arbeit, schon aus technischen Gründen.

Was hat sich für Dich verändert, seit Du so praktizierst?
Da gibt es zwei große Bereiche in denen sich etwas verändert hat.
a) Auf der Arbeit /in der täglichen Praxis:
Es ist eine ganz andere, viel leichtere und sicherere Arbeitsroutine geworden und der Arbeitsinhalt hat einen ganz anderen Anspruch bekommen. Ich versuche, das mal so zu erklären: Dadurch, dass die Kinesiologie emotionale Blockaden wie Ängste, Stress, Lernblockaden etc. über die und in der Körperebene auflöst, können die hochenergetischen homöopathischen Mittel viel besser durchschwingen im Organismus. Sie rennen sich nicht vor den Blockaden tot. Weiterhin kann man ganz anders dosieren, dem Körper und der modernen Zeit angepasst – Stichwort Konsumverhalten auf allen Ebenen, Smartphone, Computer, Stressblockaden, Nahrungsmittel. Das ständige Verbieten von evtl. störenden Einflüssen hat aufgehört, das können die Patienten sehr schätzen und ich auch.
b) Mein eigenes Leben ist prozessorientiert und auf Transformation und Weiterentwicklung ausgerichtet. Der immer wieder neue achtsame Blick auf Prioritäten, Zusammenhänge und Zeitqualitäten mit den unterschiedlichsten Methoden. Da nehmen die Klassische Homöopathie, Kinesiologie, Coaching und Systemische Arbeit einen sehr, sehr großen Platz ein. Alles läuft problemlos parallel und ist einfach nicht mehr wegzudenken – warum auch? Ich bin ich sehr dankbar, dass ich diese Dinge in meinem Leben erfahren, lernen durfte und immer noch darf. 

Mit welchen Anliegen kommen Deine Klienten zu Dir?
Meine Patienten kommen vom Embryo bis zu Greis und mit jeder Art von Erkrankung. Gerne in der Schwangerschaft, aber viele bringen auch Ihre Kinder, oder sie haben ein ganz klares Bewußtsein darüber,
wie sie mit ihrem Organismus umgehen wollen. Gibt es gesetzliche Einschränkungen, dann weise ich die Patienten darauf hin.

Was ist denn für Dein Klientel/Patienten daran so wichtig und fühlbar?
Unmittelbar nach der Sitzung ist Erleichterung auf allen Ebenen fühlbar, erleichtert, getröstet und positiv erschöpft, das ist das, was die Patienten direkt nach der Sitzung beschreiben. Auf lange Sicht natürlich effektives Vorankommen, wenn es um Schmerzfreiheit und Symptomen-Verlust geht. Aber es ist mehr als das. Ich nenne es „raus aus den inneren Strickmustern“, raus aus dem Leid-Karussell, Gedanken- und Symptomen-Schleifen. Hin zu einem freieren, bewussten, sinnhaften und zielorientierten Leben. Vielleicht einfach weniger gefangen in Mustern und Prägung.

Wenn man als absoluter Anfänger beginnt, sich zu diesem Thema schlau zu machen, wird man mit viel Information überrollt. Was würdest Du einem Anfänger empfehlen?
Das Leben, das dieser Mensch geführt hat, hat ihn an diesen Punkt gebracht, er sollte nicht wieder um jeden Preis dahin zurückwollen. Er sollte sich darüber klar werden, was sich in seinem Leben, Verhalten, Wirken wirklich dauerhaft verändern darf.  Also ist es klug, nicht auch noch den Therapieverlauf regeln zu wollen. Nicht so viel über die Theorie lesen, sondern sich den einen Menschen suchen, der einen auf seinem Weg stützen, begleiten, coachen darf. Sich hier mal abgeben und vertrauen. Zeitgleich bereit sein,  Reaktionen zuzulassen, Heilungskrisen auszuhalten, hinzunehmen und mitzuarbeiten.
„Am Ball bleiben“, step by step weiter zu gehen, neue ungewöhnliche Dinge anzunehmen und Ziele nicht aus den Augen verlieren. Kurz gesagt, Transformation und Wandlung nicht als Bedrohung einzustufen und auch die Bereitschaft zeigen, Liebgewordenes, das sich überholt hat, loszulassen.

Was möchtest Du unseren Zuhörern noch mit auf den Weg geben?
Liebt Euch so sehr, dass es Euch wert, ist diese Arbeit anzugehen und zu verfolgen, dies wird die spannendste Geschichte Eures Lebens. Seid dankbar über das was Ihr habt, die eigenen Ressourcen sind eine echte Bank im wechselnden Glück der Zeiten!

Mehr Infos zu Carola findest Du hier!

Foto: www.pexels.com/pixabay

Video: Im Gespräch #13: Tanzen als Spiegel unserer Seele nutzen

Ein tiefgründiges und animierendes Gespräch mit Vivien van Deventer

Musik an und lostanzen!
Tanz hat nichts mit Perfektion zu tun sondern mit der Lust, unseren Gefühlen Ausdruck zu verleihen und ganz bei uns zu sein. Gerade in Krisenzeiten ist es wichtig, negative Gefühle rauszulassen und uns mit positiven Emotionen zu versorgen. Warum Tanz ein tolles Mittel ist, uns wieder in Balance zu bringen, erzählt uns meine wunderbare Freundin und Tänzerin Vivien von Deventer in diesem facettenreichen Interview und neusten Beitrag zu meinem mentalen Corona Care-Paket.
Sehen und hören kannst Du uns hier!

Infos zu Vivien und ihren Performances findest Du vielfältig im Internet, ihre eigene Seite befindet sich gerade im Aufbau.
Mehr Infos zu mir gibt es hier!

Ran an das Hindernis und drüber!

Ein spannender Hindernislauf mit Sebastian Sowa

Sebastian ist nicht nur Trainer, Fachberater und Coach in Altenburg/ Thüringen, sondern seit vielen Jahren auch Extremsportler und mit vollem Herzen dabei. Insgesamt betreibt er seit 20 Jahren Sport. Unter anderem hat er sich seit 9 Jahren auf Hindernislauf spezialisiert. Was er daraus fürs Leben lernt und warum das gerade in Krisenzeiten von unschätzbarem Wert ist, um die eigene Resilienz zu stärken, erzählt er in diesem dynamischen Interview.

Sebastian, Du bist seit vielen Jahren unglaublich aktiv als Sportler und hast erzählt, dass Du es gewöhnt bist, Dich selbst zu disziplinieren und mit Dir allein zu sein. Warum kann das gerade in der aktuellen Coronakrise so wertvoll sein?
Ich hatte viele Trainings und auch einige Wettkämpfe, die nicht gut liefen, das hat mich vor einigen Jahren noch stark frustriert. Ich glaubte fest daran das es doch „immer“ klappen muss. Das ich immer abliefere und alles andere nichts bringt. Mittlerweile bin ich da deutlich entspannter. Denn genau diese Trainings, Wettkämpfe waren es die mir am stärksten gezeigt haben, wo ich Defizite habe. So gab es immer die Möglichkeit, mich neu auszurichten und meine guten Attribute genauer zu erkennen. Zusätzlich kam die Erkenntnis, dass Schwächen dazugehören. Kein Körper funktioniert immer auf 100%, auch wenn das gern suggeriert wird. Ich gebe mir die Erlaubnis auch mal weniger gut zu sein. Denn ich bin ja immer noch gut! Corona bringt viele ins Wanken. Auch mich. Jedoch gibt mir der Sport und die Disziplin einen großen Halt. Wenn du unzählige Stunden allein Laufen warst, Sport machst zu Zeiten wo andere schlafen… das macht dich mental sehr stabil. Du erkennst, dass allein sein auch notwendig ist. Allein sein heißt bei dir sein. Wer ist das noch regelmäßig? Wenn du die Ruhe an einem Sonntagmorgen um 6 Uhr beim Laufen über 3Std. schätzen lernst, dann lernst du auch die Entschleunigung durch Corona schätzen.

Du hast Dich unter Anderem auf das Thema Hindernislauf spezialisiert. Was genau fasziniert Dich daran so?
Ich habe früher nur reines Krafttraining absolviert, mein Horizont war darauf beschränkt. Dann kam mein Bruder und meinte, „Hey, Basti. Da findet bald so ein krasser Lauf in Rudolstadt statt, da müssen wir mitmachen!“
Ich hatte drei Monate um mich zum Läufer fit zu machen. Zusätzlich die Hindernisse… Sehr gewagt und auch rückblickend ein wenig unklug. Das erste Training über 8 km war eine Qual von Anfang bis Ende. Und für den Event standen 24km an… Da dachte ich mir: “Das kann nicht sein, du machst viele Jahre Sport, aber fit bist du überhaupt nicht.“
Also habe ich alle Regeln, alle Dogmen über Bord geworfen, komplett anders trainiert. Die neue Welt faszinierte mich. Und da der Event sehr gut für mich ausging, war die Euphorie groß. Seitdem lerne ich aus möglichst vielen Sportarten das Beste zu verbinden, bin deutlich offener und kommuniziere jedem, dass eine breite Aufstellung mehr Balance gibt. Wörtlich und sinngemäß. Hindernisläufer sind sehr gute Athleten. Außerdem bekommst du die Möglichkeit bspw. als Angestellter einer Bank, der immer im Anzug und sehr „konform“ ist, mal im Schlamm zu kriechen, zu klettern wie ein Kind und einfach mal die Sau raus zu lassen. Beim Hindernisrennen sind alle gleich, alle auf Augenhöhe. Das ist ein megaschönes Gefühl und so intensiv woanders sehr selten zu bekommen.

Wie hilft Dir Deine Fähigkeit, Hürden zu überspringen aktuell – und was können wir (die vermutlich keine sportliche Kompetenz als Hindernisläufer haben) aus Deinen Erfahrungen für uns mitnehmen?
Gehen wir gemeinsam gedanklich durch, was in mir vorgeht wenn ich auf eine Hürde zulaufe und sie bewältige.
„Da kommt die nächste Hürde, ich bin schon ein wenig groggy. Aber die letzten Hindernisse habe ich geschafft, also auch dieses. Oh man, schwerer als erwartet, sah von weitem nicht so aus. Los, genau dafür hast du trainiert. Oben, ging doch gut. Konzentrier dich. Langsam runter, nicht fallen, Sicherheit geht vor. Halte dich gut fest, gleich geschafft. Yes, das war geil. Tolles Hindernis. Was kommt als nächstes?“ Übertragen auf das Leben möchte ich es wie folgt anbieten: Schau genau, wie oft du anspruchsvolle Situationen bereits gemeistert hast. Trainiere, sei vorbereitet. Das gibt dir Sicherheit. Auch wenn es schwerer ist als erwartet, vertraue dir! Bleib konzentriert bei dir, blende das Außen aus und geh nach innen. Finde die Freude an der Sache die du eben tust! Sei im Moment! Schau nach vorn und sei dir gewiss, du packst auch das folgende. 

Du hast Dich neben Deiner Sportlerkarriere und Deinem Hauptjob für die Coachingausbildung entschieden. Warum?
Ich möchte schon sehr lange Coach/Trainer werden, es hat sich nur nicht herausgefiltert wie ich das umsetze. Personen aus unterschiedlichsten Kreisen sprechen mir einen hohen motivierenden Faktor zu. Wenn mir Sprechzeit gegeben wird, spreche ich gern und ziehe Menschen in meinen Bann. Mich hat interessiert wie ich in anderen diese intrinsische Motivation entfachen kann. Dazu benötigt es eine Menge zusätzliches Wissen, daher die Ausbildung. Zu sehen wie andere Menschen Kompetenzen entwickeln, die ihnen langfristig helfen, ist einfach spitze! Und ich lerne dadurch auch ständig dazu. Das in Summe mit anderen Faktoren hat mich dazu veranlasst. Bald kommt diese Story über mich persönlich auf viele Teile gesplittet auf Instagram. Da beleuchte ich das näher. Da könnt Ihr mir gern folgen.

Was hast Du selbst für Dich aus der Coachingausbildung mitgenommen? Was hat sich bei Dir dadurch verändert?
Ich bin deutlich offener und übe mich ständig darin weniger zu bewerten. Eine wirklich große Herausforderung!

Wie unterstützt Du Deine Klienten mental in der aktuellen Krise, welche Themen werden vor allem an Dich herangetragen?
Corona ist bei meinen (momentan noch wenigen) Klienten bis jetzt überhaupt kein Thema. Es kommen andere Dinge zum Vorschein, die durch Corona lediglich offengelegt werden. Ein enorm spannender Prozess. Ich wünsche jedem gute Erkenntnisse aus dieser Zeit! Support erhalten sie durch meine hoch positive Einstellung zum Leben. Ich blicke gern mal weg vom Weg, das gibt Luft zum Atmen und Raum für Wärme. Schutz und Stärke werden übertragen.

Inwiefern kannst Du Deine Erfahrungen als Sportler sinnvoll einfließen lassen?
Beim Sport hängt alles von deiner Umsetzung ab, genauso wie in allen anderen Bereichen auch. Das ist das größte Learning für mich. Auch wichtig: der Zustand aus Be-und Entlastung. Dem Klienten klar zu machen, das Pausen die Resonanz für Kreativität und Antrieb fördern. Allerdings ist hier viel Übung wichtig. Pausen machen bedeutet nicht dem inneren Faulenzer ständig nachzugeben. Hier setzte ich an, realistischen Zielen, die fördern und Fordern. Das birgt fruchtbaren Boden.

Die Coronakrise wirft vielen von uns ständig neue Steine in den Weg. Wie kann ich mich motivieren, nicht aufzugeben, sondern jedes Hindernis in Angriff zu nehmen?
Erstmal die momentane Situation annehmen, fühlen. Danach klarmachen dass du immer noch über so viel entscheiden kannst. Etwas neues beginnen. Erfolge in diesen Bereichen feiern und mit dieser Motivation erneut bei Schritt eins beginnen.

Wir haben oben über den Wert des Alleinseins gesprochen. Warum meinst Du, fällt das manchen Menschen so schwer?
Die meisten befinden sich in einem Status des permanenten Konsums. Überall Reize, die sie aufnehmen und verarbeiten. Sie sind konditioniert darauf immer neue Impulse zu benötigen. Totale Ruhe und oder das allein sein entzieht diese Reize. Damit kommen viele nicht zurecht. Doch statt sich behutsam an diesen Moment heranzutasten, wird wieder konsumiert. Sehr schwer da auszubrechen. Das schaffen nur die, die das wirklich (!) möchten, oder die, die sich dafür Anleitung holen. Auch für mich war dies eine lange Reise die immer noch andauert. Mittlerweile weiß aber jeder: Der Sebastian ist häufig nicht dabei, aber wenn, dann ist er absolut dabei.  Bodo Schäfer hat da ein tolles Zitat:
„Sage nein zu unwichtigen Dingen, und werde groß. Sage ja zu den wirklich wichtigen Dingen und werde ein Gigant!“ Ein wenig reißerisch, aber mir gefällt es sehr.

Was möchtest Du diesen Menschen als Coach mit auf den Weg geben?
Erkenne die Magie der Ruhe! Du benötigst mehr Zeit für dich, als du vermutest.

Als positiver Impuls zum Abschluss: Warum lohnt es sich, auch in der Krise Hindernisse in Angriff zu nehmen und zu überwinden statt auszuweichen?
Zunächst: Wenn die Kraft nicht reicht ist ein Ausweichen auch okay, dafür gibt es beim Hindernislauf die ( sehr scherzhaft bezeichnete) Pussy Lane. Das hat natürlich auch ein Stück mit deinem eigenen Anspruch und deinem mentalen Limit zu tun. Aber ich denke, lieber ausnahmsweise mal ausweichen, statt langfristig nicht an den Start zu kommen. Aber: stell dir vor, wieviel mentale Höhe und Reife du erreichst, wenn du Hindernisse überwindest. Dieses Gefühl ist woanders schwer zu bekommen. Daher, es lohnt sich! Heavy Metal und GO!!

Mehr zu Sebastian findet Ihr auf Instagram unter anlaufpunkt_coaching

Weitere Interviews, Videos und Artikel gibt es hier!

Foto: Andrea Piacquadio/ www.pexels.com

Blumen für alle! Willkommen 2021!

Von Henri Matisse stammt das wunderbare Zitat:

„Es gibt überall Blumen für den, der sie sehen will.“

2020 war ein ganz besonderes Jahr, geprägt von einer Pandemie, die vieles auf den Kopf gestellt und nachhaltig verändert hat – und sie hat noch lange kein Ende gefunden.
Gefühlt von heute auf morgen waren und sind wir einer latenten Bedrohung ausgesetzt und können vielen Aktivitäten, die wir bisher vollkommen ungehindert ausüben durften, nicht mehr nachgehen. Wir sind aufgefordert, Abstand zu unseren Familien und Freunden zu halten, um sie und uns selbst vor Ansteckung zu schützen. Viele von uns kämpfen mit Angst, Einsamkeit und einer großen Unsicherheit, sowohl persönlich als auch finanziell. Manchmal ist das alles schwer auszuhalten.
Manches fehlt aktuell, einiges ist anders geworden, aber vieles ist auch noch vorhanden.

Für mich bedeutet das obige Zitat vor allem eine Entscheidung.
Die Entscheidung, den Fokus auf das zu legen, was da ist, anstatt auf das, was fehlt. Meine Aufmerksamkeit auf die Fülle statt auf den Mangel zu legen. Zugegeben: Das ist nicht immer einfach. Manchmal nervt einfach alles. Ich will endlich wieder reisen, ins Museum gehen und meine Freunde umarmen. Da verstecken sich die erwähnten Blumen unter dem temporären Frust oft ziemlich gut.

Was konnten wir 2020 gewinnen?

Zum Beispiel die Erkenntnis, dass unsere Gesellschaft Großes erreichen kann, sofern sie täglich Solidarität, Verantwortung und Rücksichtnahme lebt und (hoffentlich weitgehend) an einem Strang zieht.
Die Erfahrung, dass wir häufig viel weniger benötigen, als wir vor der Pandemie dachten und Konsum in vielerlei Hinsicht gar nicht mehr so wichtig ist. Die Dankbarkeit, dass es ganz viele tolle Menschen in unserem Leben gibt, für deren Schutz wir gern eine Maske aufsetzen.
Das Aha-Erlebnis, dass man auch in Deutschland wunderbar Urlaub machen und Wandern vor der Haustür richtig Spaß machen kann.Wir haben aber auch gelernt, wie wichtig für uns Berührung und körperlicher Kontakt sind und dass digitale Nähe die körperliche nicht ersetzen kann.
Vielleicht sind wir mit manchen im Geiste noch enger zusammengerückt, mit anderen mussten wir möglicherweise den Kontakt abbrechen, da im Zuge der Pandemie unterschiedliche Wertvorstellungen sichtbar wurden, die einer Beziehung den Boden entziehen.

Es war ein Jahr der Umbrüche, des Lernens, des Umgangs mit Veränderung und eine konstante Überprüfung der eigenen Anpassungskompetenz, Resilienz und Akzeptanzfähigkeit.
Sehr deutlich konnten wir bei vielen Menschen deren grundsätzliche Haltung erkennen, wenn es aus der Komfortzone herausgeht: Vielen gelang es, die neue Situation und deren ständigen Fluss relativ schnell anzunehmen und das Beste daraus zu machen. Unglaublich viel Kreativität und neue Lösungen und Angebote entstanden so in einem beeindruckenden Tempo. Hier wurden neue Blumen gesät und schnell zum Erblühen gebracht. Andere Menschen klammerten sich verzweifelt an den alten Status quo, die alte Komfortzone, wechselten in den Opfermodus und entwickelten Ihre Kreativität nicht in Richtung Lösung sondern Verschwörung und selbst ernannten Widerstand. Auf diesem Boden kann nur wenig Schönes wachsen.

Auch 2021 wird uns vor gravierende Herausforderungen stellen, wir werden weitere Einschränkungen und Veränderungen bewältigen müssen.
Aber es werden sich auch viele neue Möglichkeiten auftun, uns lösungsfokussiert einzubringen, für Andere da zu sein und so viele Blumen wachsen zu lassen wie möglich – wenn wir diese denn sehen möchten.

Ich persönlich möchte versuchen, meine Fähigkeiten als mentale Gärtnerin stetig weiter zu entwickeln. Noch aufmerksamer zu werden für die kleinen schönen Momente wie ein nettes Lächeln, eine freundliche E-Mail, einen sonnigen Morgen oder eine gute Tasse Kaffee. Solche Momente erfahren wir jeden Tag, zu oft aber nehmen wir sie als selbstverständlich und verschenken die positive Energie, die sie uns geben.
Ich will meine Dankbarkeit schulen für die Gesundheit, die Sicherheit und den Wohlstand, den ich leben darf und das, was schwierig ist, zwar würdigen, aber in eine gesunde Relation setzen.
Denn den Fokus auf die Fülle im Leben zu legen, macht nicht nur Sinn – es macht schlichtweg auch mehr Spaß!

Ich wünsche Euch allen ein frohes und gesundes neues Jahr und jede Menge Blumen für 2021!

Foto: Kirsten Schmiegelt

Video: Im Gespräch #12: Kraft tanken durch Trance und Phantasiereisen

Pünktlich zum Jahr 2021 ist es Zeit für eine Premiere!
In dieser neuen Folge meiner Reihe „im Gespräch“ könnt Ihr uns nicht nur hören sondern auch sehen.
Ich freue mich sehr, meine gute Freundin und Kollegin Monika Stepan, mit der ich Anfang 2020 die allererste Podcastfolge aufgenommen habe, auch für diese Premiere gewonnen zu haben.
Mona hat selbst unglaublich positive und heilsame Erfahrungen mit Trance und Hypnoelementen gemacht und arbeitet sehr erfolgreich damit als Coach. An ihren persönlichen Erfahrungen lässt sie uns nicht nur teilhaben, sondern gibt uns einen tiefen Einblick in die kraftvolle Wirkung emotionaler Bilder und tiefer Entspannung. Gleichzeitig thematisieren wir in diesem Gespräch eventuelle Vorbehalte bzgl. Trance- und Hypnoelementen und lassen den Prozess greifbar werden.
In Coronazeiten können wir wenig real reisen, aber in unserer Phantasie gibt es keine Grenzen. Also packt Euren imaginären Koffer und tankt neue Kraft auf Eurer individuellen Trancereise!

Unser Interview – live und in Farbe, ohne Filter und vollkommen authentisch findet Ihr hier.

Mehr Infos zu Mona gibt es auf ihrer Homepage.
Mehr zu mir erfahrt Ihr hier!

Foto: Kirsten Schmiegelt

Gelassenheit finden durch autogenes Training

Mein Kollege und Hypnocoach Bernd Dorst gibt uns eine einfache und praxistaugliche Einführung.

Du bist ausgebildeter Coach und Hypnotherapeut und vielseitig ausgebildet. Wie bist Du zum autogenen Training gekommen?
Ich bin schon sehr früh zum Autogenen Training gekommen, als ich als asthmakrankes Kind in einer Kur AT auf meinem Therapieplan stehen hatte. Nach nur 4 Wochen merkte ich schon die positiven Auswirkungen auf mein Asthma und bin dann anschließend bei der Methode hängen geblieben.  

Wie genau funktioniert es?
Wie das Wort „autogen“ (griechisch für „ursprünglich, selbsttätig“) schon andeutet, nimmt man beim autogenen Training selbsttätig eine Art Selbsthypnose vor. Das ist für gesunde Menschen ungefährlich. Im Autogenen Training gibt es 3 Stufen, die Grund-, Mittel- und Oberstufe.
Mit dem Autogenen Training ist es möglich, das Vegetative Nervensystem, das „autonome“, selbständige Nervensystem, anzusprechen. Dieses arbeitet normalerweise unabhängig von unserem Bewusstsein und unserem Willen und reguliert unter anderem die Tätigkeit sämtlicher Organe, ist aber andererseits für viele negative körperliche Reaktionen auf Stress verantwortlich.
In der Grundstufe erlernt man in einfachen Übungen sein vegetatives Nervensystem willentlich positiv zu beeinflussen und so u. a. ganz bewusst psycho-vegetative Funktionen selbst zu regulieren. Für die Anwendung der Mittelstufe muss die Grundstufe beherrscht werden. Die Mittelstufe dient dazu, sich mit seelischen und sozialen Faktoren, die zu Verspannungen führen, auseinanderzusetzen. Sogenannte Vorsatzformeln, also Leitsätze, die auf den Übenden abgestimmt sind, werden hier genutzt, damit der Übende sich selbst hypnotische Aufträge erteilen kann und diese vom Unbewussten direkt umgesetzt werden. Hierbei kann es sich um Themenbereiche wie den Körper (Leistungsfähigkeit, Krankheit) oder die Psyche (Verhaltensveränderungen oder das Erreichen von Lebenszielen) drehen und die kurz und prägnant formulierten Formeln werden vom Übenden im Anhang an die Übung der Grundstufe (als Vorentspannung) genutzt.
In der Oberstufe des Autogenen Trainings geht es um Tiefenentspannung, Selbsterkenntnis und Entwicklung der eigenen Persönlichkeit. Es findet eine Art Innenschau, Selbsterfahrung, Selbstfindung und Einsicht statt.

Welche positive Wirkung merkst Du bei Dir ganz konkret?
Auch in der Krise behalte ich meine Gelassenheit und kann die Dinge so akzeptieren wie sie im Moment gerade sind. Seit ich Autogenes Training betreibe konnte ich meine Asthma-Medikamente in Abstimmung mit meinem Pneumologen um mehr als die Hälfte reduzieren, ein Akut-Medikament habe ich zwar noch, aber seit ganz langer Zeit nicht mehr nutzen müssen. Sollte ich mal nicht einschlafen können, wirkt Autogenes Training Wunder.

Wenn ich mit autogenem Training beginnen möchte, gerade in der aktuellen Zeit: Kann ich das online lernen, oder empfiehlst Du auf jeden Fall einen Präsenzkurs?
Im Idealfall würde ich einen Präsenzkurz zum Erlernen empfehlen. In der heutigen Zeit des „Social Distancing“, kann aber sicher ein erstes Erlernen der Grundstufe online erfolgen, um es später in Präsenz noch einmal zu wiederholen und die eigene Technik zu überprüfen. Bei einem Online-Kurs wäre anzuraten, einen Kurs zu suchen, der eine Interaktion mit dem Kursleiter zulässt. Dieser gibt weitere Erklärungen zu den Übungen und beantwortet am Ende jeder Lektion Fragen oder gibt weitere Tipps/teilt seine Erfahrungen. Zum Erlernen der Mittel- und Oberstufe wäre ein Präsenzkurs bestimmt die bessere Wahl, da hier auch u. U. starke Emotionen auftreten können, die durch einen erfahrenen Kursleiter stabilisiert werden sollten.

Was muss ich als Anfänger beachten?
Üben, üben, üben und das regelmäßig. Die Methode „Autogenes Training“ beinhaltet „Training“. Wie beim Sport gilt: Ohne Fleiß kein Preis. Nicht zu viel auf einmal wollen und geduldig sein: Langsam die aufeinander aufbauenden Übungen erlernen ist besser, als in 2 Wochen bei der Oberstufe angelangt sein zu wollen. Man kann davon ausgehen, dass es mindestens 6 Monate dauert, bis man mit dem Training der Oberstufe anfangen kann (ein Marathon wird ja auch nicht nach 2 Wochen Training gelaufen)

Gibt es eventuelle Risiken?
Für gesunde Menschen ist Autogenes Training gefahrlos. Für Personen mit schweren Angststörungen, Wahnvorstellungen, Persönlichkeitsstörungen, Depressionen ist Autogenes Training (wie bei Hypnose auch) kontraindiziert.

Inwiefern kann uns autogenes Training helfen, die aktuelle Krise mit all ihren Einschränkungen und latenter Bedrohung zu verarbeiten und Kraft zu tanken?
Autogenes Training kann uns helfen, besser mit dem durch die aktuelle Krise hervorgerufenen Stress umzugehen, in dem wir bewusst unser vegetatives Nervensystem autoregulieren und somit physischen Belastungen durch Stress entgegensteuern können. Autogenes Training kann auch vor dem Einschlafen gemacht werden und ist ein hervorragendes Mittel, um sanft in den Schlaf zu gleiten oder negative Gedankenspiralen zu durchbrechen. Schaut man sich das Autogene Training mit all seinen Facetten an, stellt man fest, dass es sich positiv auf fast alle Säulen der Resilienz auswirken kann und wer schon einmal eine Fantasiereise an einen sonnigen Sandstrand gemacht hat, wie das z. B, in der Mittelstufe des Autogenen Trainings möglich ist, weiß in welcher Weise hieraus Kraft getankt werden kann.   

Wie lange dauert es, bis sich fühlbare Erfolge einstellen?
Nach etwa 4-6 Wochen stellen sich erste Erfolge ein. Es ist jedoch sehr davon abhängig, wie oft geübt wird.

Wieviel Zeit sollte ich täglich dafür investieren?
Anfänglich sind 5-10 Minuten am Tag, die sich nach und nach auf maximal 30 Minuten steigern, sehr gut investierte Zeit.

Wenn Du mir autogenes Training „verkaufen“ willst, was sind Deine 3 Top-Argumente?
Wieso eigentlich nur 3 Argumente?:)
Es ist so einfach zu erlernen, dass selbst Kaffeewasser anbrennen lassen schwer dagegen ist.
Autogenes Training kann man immer und überall ohne Hilfsmittel praktizieren – im Stehen in der U-Bahn, im Sitzen im Kutschersitz auf dem Bürostuhl im Homeoffice oder auf der Couch oder im Liegen.
Die Anwendung von Autogenem Training ist so vielseitig und „dosierbar“ – nur zum Entspannen/Gelassenheit erwerben, sich mit Leitsätzen weiterentwickeln oder als Mittel zur Selbstfindung/Selbsterfahrung.
Mit entsprechender Übung ist es möglich mit Autogenem Training von Stress auf Entspannung umzuschalten, in Sekunden.

Ok das waren jetzt vier… soll ich weitermachen?

Was möchtest Du unseren Lesern mit auf den Weg geben?
Einen Spruch aus den „Carnets“ von Antoine de Saint-Exupéry:
„Es ist die Welt von heute, der eine Welt von morgen folgen wird.“

Auch wenn es gerade alles andere als einfach ist, versucht die momentane Situation zu akzeptieren, bleibt Euren Werten treu. Tut Euch und Anderen Gutes, werdet zum Sinnfinder, bleibt optimistisch und kreativ auf Eurem Weg in Eure Welt von morgen. 

Bernd Dorst studierte BWL in Saarbrücken und Lyon. Nach 20 Jahren in Frankreich lebt er seit 2018 in Saarbrücken und arbeitet in einer psychologischen Gemeinschaftspraxis im Süden Luxemburgs. Er ist ausgebildeter Personal und Business Coach, Mediator (univ.-gepr.), geprüfter Heilpraktiker für Psychotherapie, Burnoutberater und Trainer für Autogenes Training nach Schultz und Progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Neben Themen, wie z.B. Stressmanagement, Burn- und Boreout, Entspannungstechniken und anderen, spezialisierte er sich auf die Bereiche Coming-out, Mobbing und Trauerbegleitung.

Zu Bernd’s Homepage geht es hier.

Foto: Spencer Selover/ pexels.com

Ganz bei mir ankommen! Das Wunder der Meditation

Im Gespräch mit meiner Kollegin und Meditationscoach Anja Lüders.

Anja kommt ursprünglich aus dem schönen Harz und hat sich vor 18 Jahren in Baden-Württemberg ein neues Leben aufgebaut. Coaching und Meditation sind die letzten Jahre ihre intensiven Begleiter, und ich freue mich sehr, dass sie uns durch dieses einfühlsame Interview in die Meditation und ihre Wirkung eintauchen lässt.

Anja, Du hast Dich in Deiner Arbeit u.a. auf Meditation spezialisiert. In einem griffigen Satz: Wie definierst Du Meditation?
Meditation bedeutet für mich: Auf dem kürzesten Weg aus der kognitiven Welt auszusteigen, Verbindung zu sich aufzunehmen, zum Kraftort, seinem Herz und der Seele.

Warum fasziniert Dich dieses Thema so?
So viel wird über Meditation gesprochen und mein Ziel war es Eingangs, dieses ganz Besondere zu finden. Da ich diesen umworbenen Zustand nicht erreichte, habe ich dieses Medium erstmal wieder aus den Augen verloren. Nach Jahren stieß ich erneut auf Meditation und wollte mehr wissen. So habe ich verschiedene Arten ausprobiert, sämtliche Lektüren gelesen und schließlich auch meinen Meditations-Coach absolviert. Ich habe mittlerweile dadurch eine andere Meinung über Meditation. Aus heutiger Sicht fasziniert mich, wie viel Macht die Innenschau hat, wenn wir offen sind und nichts erwarten oder erzwingen. Wie viel Heilung darin steckt.

Welche positive Wirkung hat Meditation, und warum kann Sie für uns speziell in Krisenzeiten so hilfreich sein?
Diese Art von Achtsamkeit kann viele gute Wirkungen haben. Sei es, dass sie Stresshormone und Angstgefühle reduzieren kann, wir es schaffen können aus unserem Gedankenkarussell auszusteigen, zu mehr Bewusstsein und Vertrauen führen, oder auch positiven Einfluss auf verschiedene Krankheitsbilder haben kann. Ich sage auch: „Je lauter und stürmischer es im Außen ist, desto ruhiger und geordneter sollte es in uns sein!“ Und das zeigt sich gerade in turbulenten Zeiten. Ich kann mir mit Meditation ein stabiles inneres System aufbauen, dass mich befähigt, negative äußere Einflüsse von mir abzuhalten, oder diesen Zeiten kraftvoller zu begegnen, um schneller wieder aus diesen herauszutreten. Es schafft, bewusst und achtsam mit mir umzugehen.

Kannst Du eine persönliche Erfahrung teilen, wo Meditation für Dich besonders heilsam und unterstützend war?
Ja, natürlich. Ganz besonders heilsam war diese für mich, im Umgang mit Vergebung. Durch die Meditationspraxis schaffte ich es, alte Konflikte zu lösen. Mich von Erwartungen, Wertungen und Verletzungen zu trennen. Gefühle wie Wut, Angst und Trauer loszulassen. Infolgedessen, kann ich nun mit den betroffenen Personen ganz frei umgehen. Habe eine neue Basis geschaffen und trage diesen nichts mehr nach. Meditation unterstützt mich auch dabei, mir regelmäßig Erholungs- und Regenerationsphasen des Alltags zu sichern. Ich nehme dadurch Verbindung zu mir auf und kann leichter auf meine Intuition hören. Denn unsere „Entscheidungen und Handlungen aus dem Bauch“ sind ja nicht umsonst die Richtigen und so bewährt.

Welche unterschiedlichen Arten von Meditation gibt es, und wie finde ich die richtige für mich?
Mir sind einige verschiedene Meditationsarten bekannt. Um ein paar gängige zu nennen: Atemmeditation, Klangmeditation, Gehmeditation, Zazen-Meditation, Metta-Mediation, Transzendentale Meditation, aber auch Bodyscan, Progressive Muskelrelaxation, Vipassana/Achtsamkeits-Meditation, Mudras und einige mehr. Ich glaube, die eine richtige Art zu meditieren gibt es nicht. Vielmehr ist es wichtig auf sein Gefühl oder Impuls zu hören. Es einfach auszuprobieren und sich zu öffnen. Wenn es sich gut anfühlt, wird es auch gut sein. Ich zum Beispiel meditiere auch nicht immer auf die gleiche Art. Ich höre da auf meine innere Stimme, was sich richtig in dem Moment für mich anfühlt. Und das passt immer.

Wenn ich beginnen möchte zu meditieren, wie kann ich das am besten tun? Soll ich mich einer geführten Gruppe anschließen, reichen Videos aus? Was empfiehlst Du?
Für den Start halte ich geführte bzw. angeleitete Meditationen am geeignetsten. So habe ich jemanden an der Hand, der mich sozusagen einlernt und mir unterstützend zur Seite steht.
Grundsätzlich gibt es keine Vorgaben und es kann per Video, Podcast , CD oder in Einzel- oder Gruppensitzungen begonnen werden. Ich habe beispielsweise in einer kleinen Gruppe gestartet. Dies hat mir geholfen einen Einblick, erste Kenntnisse und eine gewissen Sicherheit zu bekommen.

Meditation hilft uns dabei, uns in uns selbst zu versenken und die Welt um uns herum auszublenden und unsere Gedanken zur Ruhe kommen zu lassen. Ich nehme an, dass jeder, der Meditation ausprobiert, sehr schnell merken wird, dass diese Selbstversenkung und vor allem das „nicht denken“, ziemlich schwierig umzusetzen ist. Wie gelingt Dir das, und welche Tipps kannst Du uns dazu geben?
Als aller erstes fällt mir dazu ein, sich keinen Druck zu machen und geduldig dranzubleiben. Den Kopf auszuschalten geht nicht von heute auf morgen. Sind wir doch in einer eher gehetzten, kognitiven Welt. Für das „nicht denken“, bedarf es ein wenig Übung und Routine. Auch ich habe Tage, an denen es bei mir nicht so „klappen mag“. Allerdings ist das ebenso ok. An solch einem Tag hilft es mir, meine Gedanken nicht zwanghaft unterdrücken zu wollen, sondern zu beobachten. „Was kommt da für ein Gedanke? Und, oh, noch einer.“ Die Gedanken anzusehen ohne ihnen Bewertung zu geben. Ihnen die Möglichkeit zu geben weiterzuziehen. Gerade an diesen Tagen breche ich nicht ab und danke mir nochmal besonders, dass ich mir die Zeit genommen habe und geduldig war.

Wie kann ich trotz dieser anfänglichen „Misserfolge“ am Ball bleiben?
Wie oben schon genannt, halte ich es für wichtig, gerade am Anfang, nicht gleich den Kopf in den Sand zu stecken. Gib dir Zeit! Für so viele Dinge haben wir Geduld und Ausdauer, aber für uns nicht mal 10 min am Tag? Wie schnell haben wir denn Fahrradfahren gelernt? Wie oft sind wir gescheitert und trotzdem immer wieder aufgestiegen? Genauso dürfen wir das auch beim Meditieren sehen. Übung macht den Meister! Zusätzlich halte ich es auch für super wichtig ohne Erwartungen in die Meditation zu gehen. Je weniger Erwartungen wir haben, desto mehr können wir begeistert werden und Erfolge erleben. Ich bedanke mich nach jeder Meditation bei mir selber. Das schafft Respekt und Freude für die nächste Übungseinheit.

Gibt es eine Tageszeit, die sich besonders gut eignet, um zu meditieren?
Ich meine gelesen zu haben, dass sich die frühen Morgenstunden am besten zum Meditieren eignen, da der Geist da noch ruhig und klar ist. Auch hier ist es wieder individuell. Ich halte Meditation zu jeder Tageszeit für empfehlenswert. Am Abend hilft sie durchaus auch zum Abschalten und unterstützend beim Einschlafen.

Wie sollte meine Umgebung gestaltet sein, um die Wirkung von Meditation zu unterstützen? Hilfst uns Musik dabei oder eher totale Stille?
Um zu meditieren braucht es grundsätzlich nur dich und den Ort deiner Wahl. Um leichter in die Entspannung zu tauchen, ist es wichtig keinen Zeitdruck oder direkt anstehende Termine zu haben. Unterstützend sind auch: nicht gestört zu werden, den Raum ggf. etwas abzudunkeln, bequeme Kleidung und eine Position, in der du während dessen gut bleiben kannst.  Räucherwerk und entsprechende Dekoration können das Gesamtempfinden unterstreichen. So wie bei einigen vorherigen Punkten, darf auch hier jeder für sich wählen. Je nach Stimmungslage mag ich mal Musik und mal die absolute Stille. Ich variiere dabei mitunter. Brauche ich Antworten und Entscheidungshilfen, dann entscheide ich mich für Letztere – die Stille. Dient mir die Meditation eher zum Stressabbau und die Gedanken zu beruhigen, lasse ich passende Musik dazu laufen.

Wie kann ich den inneren Schweinehund überwinden und anfangen?
Wahrscheinlich ist es hilfreich nicht gleich das große Ganze zu fordern, dass kann schnell entmutigen. Wenn ich ein Warum habe, schaffe ich mir schon mal eine positive Grundeinstellung. Tägliche Erinnerungen zum Beispiel ins Handy unterstützen zusätzlich. Feste Termine für Live Meditationen geben auch eine gewisse Disziplin vor.
Meiner Meinung nach kostet es nicht viel Überwindung, wenn ich es wirklich praktizieren und etwas bei mir ändern oder mir etwas Gutes tun möchte. Sobald Zwang dahinter steckt, ist es nicht die richtige Methode für mich, oder nicht der passende Zeitpunkt.

Was möchtest Du unseren Lesern mit auf den Weg geben?
Mein persönlicher Tipp ist, sich nicht von zu vielem Drumherum abschrecken zu lassen und offen zu sein. Oft höre ich, was bei der Meditation alles ein Muss ist und das kann dazu führen, gar nicht erst in die Umsetzung zu kommen. Ich kann nur raten auf seine innere Stimme zu hören. Die Positionen oder Art zu wählen, die sich für jeden Einzelnen richtig anfühlt. Und ganz wichtig: anfangen! Nur wer es ausprobiert, ich empfehle etwas immer mindestens drei mal zu testen, kann auch herausfinden, ob es eine passende Möglichkeit für sich ist. Schon allein 10 Minuten der Stille haben eine so magische Wirkung! Meditation ist Zeit für sich allein. Nimm dir diese wertvolle Zeit!

Mehr zu Anja findet Ihr hier!

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Weniger ist so viel mehr: Das Glück im weglassen finden

Meine Kollegin Maren Somers hat sich vor einigen Jahren dafür entschieden, vieles in ihrem Leben zu minimieren und zu verändern. Wie sie das gemacht hat und welche immense Bereicherung sie dadurch erfahren hat, erzählt Sie in diesem berührenden Interview.

Du hast Dich vor einigen Jahren entschieden, minimalistischer zu leben. Wie kam es dazu?
In den letzten Zügen meiner immer belastender werdenden Beziehung, häuften sich immer mehr Gegenstände an. Ich nutzte jede Gelegenheit ein Schnäppchen zu machen und beschäftigte mich damit, immer mehr Stauraum für immer mehr Dinge zu schaffen. Nach der Trennung wurde mir bewusst, dass ich durch dieses Verhalten versucht hatte, die immer größer werdende Leere und Unzufriedenheit in mir zu füllen und zu ordnen. Die unglaubliche Masse an Gegenständen belastete mich immer mehr. Das wollte ich nicht mehr!

In welchen Bereichen hast Du Dein Leben konkret umgekrempelt?
Ich habe über die letzten 5 Jahre konsequent alle Lebensbereiche umgekrempelt. Ich habe mich von fast allen Büchern getrennt lediglich Sachbücher durften bleiben. Meine Kleidung hat sich drastisch reduziert und wird regelmäßig aussortiert oder ausgetauscht. Möbel, Deko und letztendlich jeder Gegenstand in der Wohnung, wurde und wird hinterfragt. Auch mit meinen Kindern gehe ich regelmäßig durch ihre Zimmer und wir sortieren aus, womit länger nicht mehr gespielt wurde. Das Aussortierte wird verkauft, verschenkt oder gespendet. Ich stelle Waschmittel und Putzmittel selbst her, im Bad brauche ich im Alltag gerade einmal 6 Produkte, um mich startklar für den Tag zu machen. Auch die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz, bezüglich Müllreduzierung und -Vermeidung sind mir sehr wichtig geworden. Ich habe mir einen Finanzplan erstellt, der mir hilft meine Ausgaben zu regulieren und durch den ich immer den Überblick behalte.

Wie schwer war es für Dich, Deinen Konsum einzuschränken, auszumisten und loszulassen und welchen Mehrwert erlebst Du dadurch?
Ich fühle mich in meinem Konsum nicht eingeschränkt, weil ich mir jetzt einfach vorher überlege was ich brauche und gehe dann gezielt einkaufen. Second Hand Geschäfte und Ebay Kleinanzeigen online, besuche ich zuerst. Ausmisten ist für mich eine regelmäßige Beschäftigung, die ich immer wieder sehr gerne und punktuell mache. Manchmal wenn ich unsicher bin, packe ich etwas in eine Kiste in den Keller und wenn ich es nach ein paar Monaten nicht vermisst habe, kommt es weg. Ich sammle die Dinge, die ich noch verkaufen möchte in einer Kiste. Es gibt eine weitere Tasche mit Spenden und eine weitere für Kleidung, die ich zum Altkleidercontainer bringe. Ich sehe das als Kreislauf und freue mich, wenn ich weiß, dass jemand anderes an meinen Sachen, die für mich überflüssig geworden sind, Freude hat oder sie recycled werden können. Der Mehrwert, den ich erfahre, zeigt sich durch die freie Zeit und Freiheit in meinem Leben.

Stichwort loslassen: Viele Menschen tun sich schwer damit, auszumisten und Dinge abzugeben oder wegzuwerfen. War es schmerzhaft für Dich, z.B. Gegenstände, an denen Erinnerungen hängen, wegzugeben?
Natürlich! Es ist immer noch ein Prozess. Aber es fällt mir mit jedem Loslassen leichter. Mir hat es geholfen mich erst einmal mit den Dingen des täglichen Gebrauchs auseinander zu setzen und mich nach und nach an Erbstücke, Geschenke und Erinnerungsgegenstände heranzutasten. Marie Kondo hat mit Ihrem „Magic Cleaning“ eine gute Strategie veröffentlicht, das Loslassen zu lernen. Auch Bea Johnson hat mich mit Ihrem Buch „Zero Waste Home“ sehr inspiriert. Grundsätzlich ist die innere Einstellung das Wichtigste. Und sich selbst immer wieder zu fragen: Warum besitze ich das? Welchen Nutzen/Freude/Sinn hat es in meinem Leben? Wenn kein Nutzen erkennbar ist: spielen Schuldgefühle oder eine Verpflichtung eine Rolle? Was wird mit diesem Gegenstand assoziiert? Wie würde es dir gehen, wenn es den Gegenstand gar nicht gäbe? Für wen bewahrst du diesen Gegenstand auf? Welche Gefühle und Gedanken nimmst du wahr, wenn du dir diese Fragen stellst und sie beantwortest? Das kann bei der Entscheidung helfen.

Warum kann das Loslassen besonders für Menschen mit einem ausgeprägten materiellen Statusbewusstsein eine Herausforderung sein?
Oftmals hängt das Definieren über Eigentum und Statusgegenständen mit einem geringen Selbstwertgefühl zusammen. Innere Leere und Unzufriedenheit, emotionale Nöte, ein gering ausgeprägtes Selbstbewusstsein, fehlende Zugehörigkeit und/oder Anerkennung im sozialen Umfeld wird häufig durch das Anhäufen von Gegenständen kompensiert. Wenn dem Verlust oder dem Trennen von Statussymbolen kein innerer Prozess voran geht, entsteht ein Zustand der Existenzlosigkeit und auch Wertlosigkeit, da diese Menschen sich gegebenenfalls über ihr materielles Hab und Gut, definieren.

In der Coronakrise und besonders während des 1. Lockdowns kamen viele Menschen zu der befreienden Erkenntnis, dass sie weniger benötigen als sie dachten, und dass sie dadurch auch andere Prioritäten setzen konnten. Wie können wir diese Erfahrung langfristig positiv nutzen?
Die Tatsache, dass immer häufiger Berichte in den Medien zu den Themen Nachhaltigkeit, Minimalismus und Achtsamkeit zu finden sind, zeigt meiner Meinung nach sehr deutlich, dass ein Umdenken bereits stattfindet und der Wunsch nach anderen Werten im Leben wächst. Jede bewusste Entscheidung kann einen kleinen Teil dazu beitragen. Es geht hierbei nicht um Perfektion, sondern um kleine Schritte in die richtige Richtung. Dieser Prozess ist lebensverändernd, da er unsere Sichtweise auf viele Themen auf den Prüfstand stellt. Zukünftig, wenn das Leben vielleicht wieder so normal ist wie vor Corona, kann es helfen sich auf diese Zeit und diese Erfahrung zurück zu besinnen. Es ist wie mit jeder Veränderung. Wenn wir nicht mehr aktiv über unser Verhalten nachdenken müssen, sondern einfach instinktiv handeln ist es uns in „Fleisch und Blut“ übergegangen. Dann ist alles einfacher. Das benötigt Zeit und Erfahrung. Letztendlich ist es die achtsame und eigenverantwortliche Entscheidung jedes Einzelnen diese Veränderung weiter zu tragen.

Du hast oben erzählt, dass Du nicht nur Zeit, sondern auch eine neue Form der Bewusstheit gewonnen hast. Das geht ja sehr in die Richtung Achtsamkeit, die heute auch in vielen Kursen, Coachings und Weiterbildungen thematisiert wird. Wo siehst Du hier einen direkten Bezug?
Achtsamkeit bedeutet für mich, mein Verhalten und meine Gedanken aufmerksam zu beobachten und mit den für mich wichtigen und relevanten Werten abzugleichen. Die Achtsamkeit über die so viel geschrieben und gesagt wird ist meiner Auffassung nach, eine Strategie, um einen Zustand der Zufriedenheit zu erlangen. Wenn wir immer neuen kurzzeitigen Befriedigungen nacheifern, wie beispielsweise, dem neuesten Telefon, dem besseren Partner, der schöneren Wohnung, den cooleren Schuhen, werden wir niemals einen Zustand der Zufriedenheit erlangen, sondern immer nur kurze „Glücksmomente“ erleben, die genauso schnell wieder verfliegen, wie sie gekommen sind. An der nächsten Ecke, auf der nächsten Website wartet genau das, was besser ist und du schon immer gebraucht hast, um ein besserer Mensch zu sein! Sich das bewusst zu machen, ist sehr wichtig, um dann zu entscheiden, ob das für dich funktioniert.

Welche Erfahrungen hast Du in Deinem Leben durch den zurückgefahrenen Konsum gemacht, die für Dich unterwartet waren?
Ich fühle mich freier als je zuvor in meinem Leben und konnte feststellen, dass ich mit kleinen Veränderungen, ein wenig Selbstdisziplin und ganz viel Flexibilität, Neugier und Fehlerfreundlichkeit mein Leben von Grund auf verbessern kann. Ich bin zufriedener und fühle mich rundum wohl. Ich habe nicht mehr das Verlangen mich mit anderen oder deren Besitztümern zu vergleichen, ich bin angekommen. Das Gefühl etwas zu verpassen ist verschwunden. Dafür bin ich sehr dankbar!

Wie hat Dein Umfeld auf Deine Veränderung reagiert?
Durch kleine Hinweise, Tipps und Kommentare konnte ich teilweise bei meinen Freunden und Bekannten dazu beitragen, dass Kaufentscheidungen überdacht wurden und das Konsumverhalten zumindest ansatzweise, hinterfragt wurde. Auch im Kollegenkreis konnten Gespräche dazu beitragen, Kleinigkeiten zu verändern. Da meine Veränderung nicht von heute auf morgen passierte kann ich nicht von nur einer Reaktion berichten. Ich möchte niemanden bekehren und gleichzeitig ist es mir wichtig zu zeigen, dass es einfach sein kann das eigene Verhalten zu überdenken und zu ändern.

Du hast erzählt, in wie vielen Dimensionen Du Dein Leben verändert hast. Das mag für manche Leser vielleicht unerreichbar klingen. Wie und wo können wir in kleinen Schritten anfangen?
Genau genommen jederzeit. Fang einfach an!
Tipp 1: Stelle dir 3 Kisten an eine gut zugängliche Stelle. In eine Kiste kommen alle Dinge, die verkauft werden können, in die andere alle Sachen, die gespendet werden. So hast du immer einen Ort parat, wenn du etwas loslassen möchtest. Wenn die Kiste voll ist – wegbringen. In die 3. Kiste kommen die Vielleicht-Sachen. Diese kannst du ein paar Monate nicht beachten. Falls dir eine konkrete Sache einfällt, die du doch behalten möchtest, so kannst du sie wieder herausnehmen. Der Rest kann nach spätestens 6 Monaten entsorgt werden.
Tipp 2: Mach eine No-Spend-Challenge: Verbrauche alles was du zu Hause vorrätig hast: Lebensmittel, Kosmetika, Pflegeprodukte, Putzmittel. Erst wenn alles aus einer Kategorie (z.B. Shampoo) verbraucht wurde darf es ersetzt werden. Es gibt online auch tolle DIY-Rezepte die günstig, einfach und effektiv sind. Und experimentieren kann sehr viel Spaß machen!
Tipp 3: Liste alle deine Fixkosten auf und ziehe diese von der Summe deiner Einnahmen ab. Schreibe einen Monat lang jede noch so winzige Ausgabe und Einnahme auf. Am Ende des Monats kommt die Abrechnung. Sei gespannt!
Tipp 4: Improvisieren! Viele unserer Besitztümer lassen sich umfunktionieren, lass deiner Kreativität freien Lauf. Und wenn du weniger Inhalt hast, benötigst du weniger Stauraum.
Tipp 5: Einfach mal drüber nachdenken, wenn du einen Gegenstand in der Schublade siehst: Brauche ich das? Wie oft benutze ich das? Habe ich mehrere davon, die vielleicht nur in der Schublade liegen?
Tipp 6: Goodies, Sales, Angebote ignorieren und alle Newsletter von Versandhändlern abbestellen. Gehe konkret auf die Suche, wenn dir etwas eingefallen ist, dass du wirklich brauchst. Vielleicht kannst du es auch einfach bei Freunden oder Nachbarn ausleihen? Nebenan.de ist dafür eine sehr gute Plattform.

Was möchtest Du unseren Lesern noch mit auf den Weg geben?
Wie würdest du einen Schokoladenelefanten essen, der so groß ist wie ein Afrikanischer Elefant? In kleinen Stücken. Fang einfach an, indem du dir einen Bereich vornimmst, oder einen Schrank, ein Zimmer oder ein Thema. Es gibt viele Wege, jeder ist unterschiedlich und sollte zu dir passen, das ist das Wichtigste. Den ersten kleinen Schritt zu mehr innerer Zufriedenheit und Achtsamkeit zu gehen, kostet dich weniger Zeit als dieses Interview zu lesen. Es gibt keine Perfektion, es gibt keinen Maßstab, an dem du dich messen müsstest. Entscheide selbst wieviel du in deinem Leben brauchst und wann du zufrieden bist. Du bist wertvoll und vollkommen. Es gibt keinen Gegenstand, der aus dir einen besseren Menschen macht! Ich würde mich sehr darüber freuen von dir zu hören, wenn du auf diesem Weg, durch Coaching und Beratung, begleitet werden möchtest. Dein Leben wird bereichert werden!

Maren Somers ist 41 Jahre alt und lebt mit ihren beiden Söhnen im Frankfurter Norden. Sie absolviert momentan die Ausbildung zum Systemisch-Integrativen Coach, ist Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation und befasst sich seit ca 5 Jahren intensiv mit den Themen Minimalismus, Nachhaltigkeit, Finanzen und seit über 20 Jahren mit zwischenmenschlicher Kommunikation und Persönlichkeitsentwicklung.
Hier findet Ihr Maren auf Instagram.

Im Gespräch #11: Einladung zum Yoga mit Steffi Nold

Yoga ist keine Anordnung von Haltungen sondern eine Einladung auszuprobieren, was uns gut tut.
Lasst Euch von meiner Kollegin und Yogalehrerin Steffi Nold mitnehmen auf eine inspirierende Reise in die unglaublich wirksame und vielseitige Welt des Yoga. Steffi gibt uns eine fundierte Einführung in die Ursprünge und unterschiedlichen Yogastile sowie in deren Wirkung und macht einfach Lust, tiefer in diese faszinierende Welt einzusteigen. Kraft tanken, entspannen und mit uns selbst in Kontakt kommen sind dabei nur einige der positiven Effekte, die wir aus Yoga für uns ziehen können.

Einfach ausprobieren – erfahren – genießen!

Hier geht es zu unserem Interview!

Zu Steffis Blog geht es hier.
Mehr Infos zu mir findet Ihr hier.

Foto: www.pexels.com/Daniel Reche

Negative Gefühle beruhigen durch wirksame Klopftechniken

Ein spannendes Interview mit meiner Kollegin Julia Heße.

Du bist diplomierte Opernsängerin und ausgebildeter Coach und hast Dich u.a. auf das spannende Thema EFT (emotional freedom technique) spezialisiert. Was hat Dich gerade an dieser Technik so interessiert und was kann damit bearbeitet werden?
Diese Technik ist für mich deshalb so spannend, weil damit sehr schnell und wirkungsvoll Ängste, Stress, negative Glaubenssätze und vieles mehr bearbeitet werden können. Als Opernsängerin habe ich selbst und auch im Austausch mit anderen Musikern immer wieder die Erfahrung gemacht, dass ein entscheidender Faktor für ein erfolgreiches Berufsleben als Musiker bzw. Sänger vernachlässigt wird: die mentale Stärke und der Umgang mit Lampenfieber bzw. Auftrittsangst. Im Rahmen meiner Coaching-Ausbildung kam dann der Gedanke, mich – gerade wegen meines beruflichen Hintergrundes – mit diesem Thema näher zu beschäftigen. Welche Methoden und Techniken gibt es, die schnell und spürbar Nervosität und Ängste abbauen und mentale Stärke fördern? So stieß ich auf die EFT, die nicht nur bei Lampenfieber hilft, sondern grundsätzlich eine Methode ist, um Ängste, Blockaden und negative Emotionen positiv zu verändern. Man kann also nicht nur musikerspezifische Probleme damit bearbeiten, sondern alle Anliegen, die mit der Veränderung dysfunktionaler Emotionen und Glaubenssätze zu tun haben. Da meine Ausbildung in diesem Bereich, auch wenn sie natürlich auf deren Grundannahmen fußt, eine Weiterentwicklung der EFT ist, möchte ich sie hier viel lieber Embodiment- oder (etwas vereinfacht) Klopftechnik nennen. Embodiment heißt nichts anderes als „den Körper mit einbeziehend“ und beinhaltet, neben der EFT, noch viele andere und sehr wirksame Techniken.

Wie wirkt Embodiment bzw. das Klopfen und warum können wir damit auch allein für uns so gut arbeiten?
Die Annahmen, die dieser Technik zugrunde liegen, wurzeln in der TCM, der Traditionellen Chinesischen Medizin, die schon vor tausenden von Jahren davon ausging, dass Körper und Seele eine Einheit bilden. In unserer westlichen Medizin und Psychologie wurde lange getrennt: Wir haben einen Körper. Und dann haben wir noch eine Seele.  Es gibt körperliche  Erkrankungen auf der einen und psychische Störungen auf der anderen Seite. Aber schon in der TCM wurde die Beobachtung gemacht, dass sich über die Stimulation von Akupunkturpunkten nicht nur körperliche Beschwerden, sondern auch Emotionen verändern lassen. Körper und Seele sind nunmal untrennbar miteinander verbunden. Jeder kennt das: Wenn wir unter Stress stehen oder Angst haben, reagiert unser Körper unmittelbar, sei es mit Verspannungen, Kopfschmerzen, Magenbeschwerden etc. Deshalb ist es nur logisch, auch den Körper an einer angestrebten Veränderung zu beteiligen. Mittlerweile ist es sogar wissenschaftlich erwiesen, dass, wenn wir uns haptisch, eben durch das „Klopfen“  bestimmter Punkten berühren, neuronale Bahnen im Gehirn unterbrochen werden, die mitverantwortlich für negativen Gefühle sind. Gerade die Kombination aus Gesprächs- und körperlichen Interventionen – beim Klopfen werden gleichzeitig selbstwertstärkende Affirmationen gesprochen – ermöglicht eine tiefgreifende und sehr schnelle positive Veränderung. Das Schöne an dieser Technik ist, dass sie der Klient jederzeit und genau dann anwenden kann, wenn er sie braucht. Denn das Klopfen der verschiedenen Punkte macht der Klient an sich selbst. Um es zu lernen, braucht es natürlich erst einmal eine Anleitung. Benutzen kann sie der Klient dann völlig eigenständig. Somit ist das Klopfen eine tolle Hilfe zur Selbsthilfe.

Wir leben gerade in einer Zeit, die uns emotional viel abverlangt. Große Unsicherheit, eine latente Angst, viele Einschränkungen, ggf. Konflikte mit anderen und eine Spaltung in unserer Gesellschaft. Es gibt viel, das wir aktuell irgendwie verkraften müssen.Wie kann uns Embodiment/Klopfen helfen, in Balance zu bleiben und mit Ängsten und vielleicht auch Wut konstruktiv umzugehen?
Die Klopftechnik dient zur Emotionsregulation. Gerade jetzt ist eine besorgte Grundstimmung bei vielen allgegenwärtig, aber ebenso Wut oder Frust über die vielen Einschränkungen oder  das wenig verantwortungsvolle Verhalten mancher Mitmenschen. Da ist es nur natürlich, dass wir uns mit vielen unterschiedlichen Emotionen konfrontiert fühlen, die alles andere als angenehm sind. Wenn bei Emotionen aller Art das limbische System (unser Gefühlshirn) und z.B. bei Angst die darin liegende Amygdala (unser Angstzentrum) sehr aktiv sind, wird durch das Klopfen der verschiedenen Körperpunkte deren Aktivität gesenkt. Die Aktivität anderer Hirnareale (z.B. der Großhirnrinde) hingegen wird erhöht, was dazu führt, dass wir nicht in dieser emotionalen Negativschleife hängen bleiben. Die Großhirnrinde ist sozusagen unser „innerer Beruhiger“, der uns in diesen Situationen Mut zuspricht und auch etwas Rationalität und Abstand schafft. Das heißt nicht, dass wir Emotionen verdrängen, aber es wird uns durch diese Technik ermöglicht, eine andere Perspektive einzunehmen, die uns mehr Handlungsspielraum im Umgang mit unangenehmen Emotionen und schwierigen Situationen ermöglicht.

Machen wir das Ganze mal konkret. Angenommen, ich komme zu Dir, weil ich merke, dass mich die Angst vor Ansteckung und die Frustration über die aktuelle Lage immer mehr vereinnahmen. Wie arbeitest Du mit mir? Wie sieht der Prozess aus?
Ich versuche, nicht zu detailliert, sondern kurz und knackig, diesen sehr komplexen Prozess zu beschreiben. Meistens starte ich mit einer Balance- und Überkreuz-Übung der Hände bzw. Arme, die die Gehirnhälften besser miteinander vernetzt und vorbereitet. Dann würde ich dich bitten, die unangenehmen Emotionen wirklich hochkommen zu lassen und reinzuspüren. Es folgt eine Skalierung von 1-10: Wie belastend empfindest du das Gefühl, also Angst oder Frust? Das ist sinnvoll, um nach dem Klopf-Durchgang vergleichen zu können. Der erste und sehr wichtige Punkt des Durchgangs ist der sogenannte  Selbstakzeptanzpunkt, der etwas unterhalb des Schlüsselbeins liegt und als einziger Punkt nicht geklopft, sondern gekrault oder gerieben wird. Hier wird ein Satz laut ausgesprochen, dessen Aufbau immer ähnlich ist. „Auch wenn…, liebe und akzeptiere ich mich, so wie ich bin“ oder „…bin ich total ok, genau so wie ich bin/bin ich ein liebenswerter Mensch“. In diesem konkreten Fall könnte der Satz lauten „Auch wenn ich gerade Angst habe und frustriert bin, bin ich richtig, genau so wie ich bin“. Dann starten wir das eigentliche Klopfen (jeder bei sich selbst) an den bereits erwähnten Hand-, Gesichts- und Körperpunkten. Ich mache vor und du machst einfach mit. Wichtig ist hier, dass du während des Klopfens an die negative Emotion denkst oder sie laut aussprichst. Also z.B.: „Meine Angst, mich anzustecken“ oder „Mein Frust über diese ganze Situation/diese vielen Einschränkungen“. Auch Körperempfindungen (Wo sitzt die Angst? Wo fühlst du den Frust körperlich?) können mit eingebaut werden. Nach dem Durchgang kann noch mit Augenbewegungen, ähnlich wie beim EMDR, gearbeitet werden. Dann folgt eine erneute Skalierung und wenn das Gefühl sich noch nicht deutlich oder auf das gewünschte Level verbessert hat, folgen noch ein oder zwei Durchgänge. Manchmal braucht das Gehirn einfach ein bisschen Zeit, um sich neu zu ordnen.

Ich nehme an, die meisten Deiner Klienten haben noch nie von Embodiment- bzw. Klopftechnik gehört: Wie wird das Thema grds. aufgenommen? Wie öffnest Du Klienten für diesen spannenden Prozess?
Die Klienten, die genau wie ich, aus der Klassik-Branche kommen, haben von dieser Methode oftmals schon gehört oder gelesen, eben weil sie u. a. so gut bei Lampenfieber und Auftrittsangst hilft. Diese Klienten kommen, weil sie genau diese Technik lernen wollen. Bei anderen Klienten, die noch nie davon gehört haben, ist es natürlich meine Aufgabe, erstmal genau zu erklären, was das eigentlich ist, wie es wirkt und auch ein bisschen Lust zu machen, sich darauf einzulassen und auszuprobieren. Verwerfen kann man danach ja immer noch. Manchmal sage ich dann: „Bei mir im Coaching können Sie gerne total kritisch sein. Aber bitte auch mindestens genauso neugierig!“

Wie ist das Feedback?
Sehr positiv. Eine Klientin, mit der ich zwei Tage vor einem Konzert, vor dem sie extrem aufgeregt war, ein Coaching gemacht habe, berichtete mir danach, dass sie es fast nicht glauben könne. Sie habe, kurz bevor sie auf die Bühne ging, für ein paar Minuten geklopft. Während des Konzerts habe sie sich richtig gut gefühlt und an sich selbst und ihrer Leistung fast nichts zu meckern. Bei dem Wort „fast“ musste ich schmunzeln. Klassische Musiker – natürlich nicht nur die – sind halt Perfektionisten. Aber so oder so ähnlich fällt das Feedback oft aus: Eine schnelle Wirkung, eine spürbare Erleichterung und das gute Gefühl, sich seiner Angst/seinem Lampenfieber o.ä. nicht mehr so ausgeliefert zu fühlen, sondern ein ganz konkretes Hilfsmittel an der Hand zu haben, wenn Not am Mann oder eben an der Frau ist.

Warum ist es in der aktuellen Krise so unglaublich wichtig, mit seinen Gefühlen in Kontakt zu sein und sich selbst positiv zu konditionieren?
Nicht nur in der aktuellen Krise – es ist m.M.n. immer wichtig, mit seinen Gefühlen in Kontakt zu sein, um sie zu hinterfragen, auf ihren Grund oder Ursprung hin zu überprüfen, um zu schauen, welches Bedürfnis dahinter steckt, das gerade von anderen oder auch von mir selbst vernachlässigt wird. Es ist wichtig, um handlungsfähig zu bleiben und – ja, vielleicht gerade jetzt – ein Stück weit das Gefühl der Kontrolle zu behalten. Wie oben schon erwähnt, kann das „Klopfen“ dazu beitragen, dass wir uns negativen Emotionen nicht so ausgeliefert fühlen. In der aktuellen Situation passiert es allzu schnell, dass wir uns von negativen Gefühlen und Gedanken runterziehen lassen. Für die eigene körperliche und seelische/mentale Gesundheit ist es daher extrem wichtig, seine Aufmerksamkeit ganz bewusst auf Positives zu lenken, dies dann ebenso bewusst und auch sinnlich (mit unseren Sinnen) wahrzunehmen und sich so gewissermaßen selbst zu konditionieren.

Wie oft kann/ muss ich diese Technik anwenden, damit sie wirkt?
In den allermeisten Fällen verschafft die Klopftechnik eine schnelle und sofort spürbare Erleichterung. Würde ich aber behaupten, dass es „sofort“, „immer“ und „bei jedem“ wirkt, wäre das unseriös. Wenn Klienten keine Besserung spüren, kann das daran liegen, dass das Problem komplexer ist und tiefergehende Verstrickungen vorhanden sind wie z.B. Vorwürfe an sich selbst oder an andere, Loyalitätskonflikte, die jemanden in einem Verhalten oder in Emotionen gefangen halten oder vergessene bzw. verdrängte Traumata. Auch das kann man mit der Klopftechnik bearbeiten, die Veränderung braucht dann aber etwas länger. In den weniger komplexen Fällen wird jedoch meist sehr schnell eine Veränderung spürbar. Langes, konsequentes Üben oder Trainieren ist dafür gar nicht nötig. Man kann es dann tun, wenn man es braucht.

Aktuell wollen viele so wenig vor die Tür gehen wie möglich. Arbeitest Du auch online?
Ja, ich biete auch Online-Coachings via Zoom oder Skype an. Natürlich würde ich immer den persönlichen Kontakt und das Gespräch face to face vorziehen. Aber besondere Zeiten erfordern nunmal besondere Maßnahmen und vor allem Flexibilität. Auch von uns Coaches oder Therapeuten.

Was möchtest Du unseren Lesern mit auf den Weg geben?
Bleibt zuversichtlich! Lenkt Eure Aufmerksamkeit jeden Tag, auch wenn das gerade alles andere als leicht ist, ganz bewusst auf Positives. Tut etwas Gutes für euch und für andere. Etwas, das für euch ganz persönlich sinn- und wertvoll ist. Findet euren(!) Umgang mit dieser Situation: bei allem, was gerade unmöglich ist, gibt es Dinge, die möglich sind oder vielleicht erst jetzt möglich werden. Seid kreativ!

Julia Katharina Heße studierte klassischen Gesang an der Universität der Künste in Berlin. Seit 2008 ist sie festes Mitglied des Chores der Oper Frankfurt und übernimmt hier auch immer wieder solistische Partien. Sie ist ausgebildeter Personal und Business Coach, geprüfte Heilpraktikerin für Psychotherapie, Embodiment-Coach, Burnout und Resilienzberaterin und Trainerin für Progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Neben Themen, wie z.B. Stressmanagement, Resilienztraining, Entspannungs- und Visualisierungstechniken u.a., spezialisierte sie sich auf die Bereiche Auftritts-/ Lampenfieber-Coaching und Mentaltraining und arbeitet hier nicht nur mit Profi-Musikern, sondern auch mit Klienten, die im beruflichen oder privaten Kontext Vorträge, Reden oder Präsentationen halten und ihre Performance souveräner und erfolgreicher gestalten wollen.
Zu Julias Homepage geht es hier!

Im Gespräch #8: Schmerzen lindern durch Hypnose mit Ute Riegel

Meine erste Folge nach Ausbruch der Coronakrise – und gleich mit so einem spannenden Thema! Meine wunderbare Kollegin Ute Riegel gibt uns Einblick, wie sie Ihre Klienten durch wirksames Schmerzcoaching und Hynpose bei chronischen Schmerzen und Migräne dabei unterstützt, die hilflose Opferrolle zu verlassen und den Schmerzen die Stirn zu bieten.

Zum Interview geht es hier!
Mehr zu Ute gibt es auf Ihrer Homepage.

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Foto: Walter Torres: www.pexels.com